Unsere Streuobstwiese im Dezember 2019

Es gab wieder einige Zugänge auf unserer Streuobstwiese in den letzten zwei Monaten. Diesmal sind es Bäumchen, die ca. alle mindestens 3 Jahre alt sind.

Pflanzung Ende November
Ein Apfel „Elstar“
Eine Birne „Williams“
Pflanzung Ende Dezember
Ein Granatapfel „Punca“
Ein Pflaumenbäumchen „Queen Victoria“

Um etwas Platz zu schaffen, habe ich die vor 2 Jahren bei einem Discounter gekauften drei kleinen Obstbäumchen an den Rand gesetzt bzw. einen der drei Bäumchen an den Gemüsegartenzaun verbannt. Sie sind wirklich mickrig geblieben. Ich glaube nicht, dass dies einmal grosse Obstbäume werden. Seitdem kaufen wir allerdings alle Bäume in guten Gartencentern bzw. bei unserer Baumschule hier in der Nähe. Wir wollen sicher sein, dass die Bäume anwachsen und irgendwann Früchte tragen.
Allerdings sind die sehr jungen und kleinen Weinpflanzen vom Discounter, welche ich im Frühjahr angepflanzt habe, sehr gut angewachsen.

Die ebenfalls schon vor 2 Jahren gepflanzten Feigenbüsche wollen leider nicht richtig „Fuss fassen„. Sie verlieren regelmässig Blätter und treiben neue Triebe. Das machen sie das ganze Jahr über und werden dabei überhaupt nicht einen Zentimeter grösser. In Toulouse schiessen Feigen wie Unkraut aus allen Ecken und wenn man nicht aufpasst hat man in kurzer Zeit einen Feigendschungel, aber hier in der Nähe des Waldes auf dem saurem Boden wollens sie gar nicht gedeihen.

Schema Streuobstwiese

Nach mehreren Recherchen im Internet (es gibt ganz viele, sehr gute Garten-Youtuber im deutschen, französisch- und englisch-sprachigen Raum*), mache ich jetzt bei Pflanzungen von Obstbäumen immer folgendes:

  • Das Pflanzloch wird je nach Baumgrösse immer mit einen Durdchmesser von 80 cm bis 1m gegraben, die Tiefe des Loches entsprechend der Wurzel
  • Die Grasnarbe entferne ich komplett in einem Durchmesser von einem Meter.
  • Ich vermische Algenpulver mit Komposterde, Gartendünger und Laub und das kommt ins Pflanzloch.
  • Danach kommt eine dicke Mulchschicht aus Holzhack auf die Baumscheibe. Dabei achte ich darauf, dass der Mulch nicht direkt den Stamm berührt.
  • Entweder kommt ein Rindenschutz oder ein grossen Gitter gegen Wildfrass um das Bäumchen.

Die Obstwiese ist jetzt gut gefüllt. Man hat immer den Drang noch mehr pflanzen zu wollen, aber mit der Pflege der Bäume hat man genug zu tun. Wir wissen auch noch nicht, ob unsere Bäume tragen werden, da es in dieser Region im Frühjahr immer späte Fröste gibt, welche die Blüten zerstören.
Wir überlegen, ob wir unseren kränkelnden Toulouser Apfelbaum hierhier umziehen, aber so richtig Platz ist eigentlich keiner mehr vorhanden.

In den nächsten Tagen bekommen alle Obstbäume den winterlichen Kalkanstrich und ein bisschen Pferdedung (das soll ja helfen).
Neuigkeiten gibt es dann im Frühjahr wieder …

Freunde haben uns vier Ableger ihres grossen Nussbaums geschenkt. Diese werden wir in den nächsten 2 Jahren in einen grossen Container pflegen und hegen bevor wir sie dann am Rande unserer Streuobstwiese pflanzen.

*)
EN (Australien): Self Sufficient Me
DE (Österreich): Baum- und Rebschule Schreiber
FR (Frankreich): André Abrahami

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.