Optimierung des Gemüsegartens – Teil 1

Dieses Jahr soll unser 100 m2 Gemüsgarten schöner gestaltet werden und gleichzeitig mehr Ertrag erbringen. Das heisst, es musste dringend Hand angelegt werden. Leider haben wir nicht mit der Corona-Krise gerechnet. So fehlt es uns an verschiedenem Arbeitsmaterial. Wir werden sehen wie sich die Pandemie die nächsten Wochen entwickelt. Wir haben eine Ausnahmegenehmigung für unsere Bienen, aber wir bleiben die meiste Zeit zu Hause.

  1. Das Aufräumen

So sah der Gemüsegarten vor der Umgestaltungsaktion Anfang April aus. Ein einziges Unkrautfeld – nicht wieder zu erkennen.

Da sich ElJefe genauso auf eine reiche Ernte freut wie ich, hat er sich überzeugen lassen, mit der Monster-Gartenfräse über das Unkrautfeld zu „zischen“. Ich habe ihn immer ein paar Minuten abgewechselt, weil es wirklich sehr anstrengend ist. Mittlerweile haben wir auch den Bogen heraus, um die Grasnarbe mit der Gartenfräse halbwegs richtig zu bearbeiten.

Danach musste ich den Boden bearbeiten, Grasnarben und anderes Unkraut herausharken, mit dem Rechen alles halbwegs gerade ziehen. Man möchte kaum glauben wie tief die Grasnarbe geht bei diesem sandigen Boden. Es ist sehr anstrengend gewesen. Ich hatte mit dem Umgraben schon einmal im Winter begonnen, aber aus Zeitmangel alles wieder brach liegen lassen. Die Wege zwischen den zukünftigen Beeten decke ich mit Karton ab. Ich weiss noch nicht wie wir die Wege gestalten werden, aber ich möchte nicht, dass sich sofort wieder das Unkraut breit macht.

2. Der Bau der Hochbeete aus Dachziegeln

Nachdem ein Teil halbwegs grasfrei und glatt war, habe ich die vorhandenen 2 Hochbeete aus Holz umgesetzt, mit Pappe ausgelegt und Holzhackschnitzel darauf. Diese bleiben erst einmal so bis wir genügend Gartenerde haben.
Alle Baumärkte geschlossen, kein Material während Covid19 was tun? => Die alten Dachziegel in der Scheune ausräumen und benutzen. Ich bin mit der Schubkarre mehrmals zwischen Gemüsegarten und alter Scheune hin und her, um genügend Ziegel für mein Vorhaben zusammen zu bekommen.
Danach hiess es ausmessen, Linien ziehen, das Rechteck abstecken und danach ein kleinen Graben ausheben.

Beim zweiten Beet habe ich den guten Rat ElJefes befolgt und die Ziegel versetzt eingebaut, damit das Beet auch dicht ist. Das Ergebnis finde ich gar nicht so schlecht.

3. Die Pflanzungen

Zwiebeln
Ich habe sowohl vor dem Gemüsegartenzaun rote (Red Karmen) und gelbe Pflanz-Zwiebeln (Jaunes Paille) …

… als auch innerhalb des Gemüsegartens einige gelbe Zwiebeln gesetzt. Ich habe sie mit guter Komposterde versorgt und mit Eichenblättern gemulcht. Sie müssen die meiste Zeit alleine mit dem Wetter klar kommen und werden nur gegossen, wenn wir vor Ort sind.

Ich bin auf das Ergebnis des Vergleiches mit unserem Stadtgarten gespannt, in welchem wir die Pflanzen regelmässig giessen können, wenn es lange nicht regnet.

Kartoffeln
Die Anfang März gesteckten Kartoffeln* waren Anfang April kaum aus der Erde gekommen. Das ist ein völlig anderes Bild als in unserem Stadtgarten (siehe Artikel „Die neue Gemüsegartensaison„) in welchem die Kartoffeln nach 2 Wochen mit dem Wachstum richtig los gelegt haben. Ich glaube, es liegt daran, dass ich Kakaoschalenmulch genommen habe, welches bei Feuchtigkeit sehr hart geworden ist. So hatten es die Pflanzen schwer, ans Tageslicht zu gelangen.
*) Die sind keine Pflanzkartoffeln, sondern Kartoffeln aus dem Supermarkt, welche zu lange bei uns im Keller gelegen haben.

Ich habe am Gartenzaun und zwischen die 2 neuen Ziegelhochbeete die restlichen Pflanzkartoffeln gesteckt, welche wir aus Toulouse übrig hatten. Es sind die Sorten Anabella und Rosabella. Es sind beides frühe Sorten.

4. Schema des Gemüsegartens
So soll der Garten am Ende der Arbeiten aussehen. Die angezeigten Pflanzen befinden sich bereits alle darin. Es müssen allerdings noch die Beete 5 bis 8 gebaut werden. Das nächste wichtige Element ist die Gartenerde, welche uns auch noch fehlt. Wir hoffen, dass wir nach der Ausgangsbeschränkung noch Gartenerde bestellen können.

Bevor unserer Rückreise, habe ich die bereits umgegrabenen Bereiche mit Karton bzw. mit Folie abgedeckt, damit sich die Unkräuter nicht wieder wie wild ausbreiten.
Es muss jetzt noch ein Drittel des Gartens mit der Fräse bearbeitet werden, aber mit vier Hochbeeten (jedes 3 x 1m) kann man schon in die Gartensaison starten.

2 Gedanken zu “Optimierung des Gemüsegartens – Teil 1

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